Innenministerium lässt ÖDP-Volksbegehren "Retten die Bienen" zu

Kreisvorsitzender Erber: "Die größte Chance für den Naturschutz seit Jahrzehnten

ÖDP-Kreisverband; i. A. Sepp Rettenbeck, Angerstorf 12, 84329 Wurmannsquick           

 

pressemitteilung

 

Jubel bei der Landkreis-ÖDP:

 

Das bayerische Innenministerium hat am Donnerstag (15.11.2018) bekannt gegeben, dass das von der ÖDP initiierte Volksbegehren "Rettet die Bienen und Schmetterlinge – Stoppt das Artensterben“ zugelassen wird. 94.700 Unterschriften wurden insgesamt gesammelt, darunter auch rund 500 aus dem Landkreis Rottal-Inn. “Wir sind überglücklich, dass uns ein höchst wirksamer und rechtlich trotzdem unangreifbarer Gesetzentwurf gelungen ist. Diese direktdemokratische Initiative ist die größte Chance für den Naturschutz seit Jahrzehnten“, freut sich ÖDP-Kreisrat Sepp Rettenbeck: „Wir danken allen Unterstützern und werden jetzt ein lokales Volksbegehren-Bündnis bilden und unser ganzes direktdemokratisches Knowhow einbringen“.

Vom 31. Januar bis zum 13. Februar 2019 hat das Innenministerium die 14-tägige Eintragungsfrist festgesetzt, während der sich 10 Prozent der bayerischen Wahlberechtigten in den Rathäusern eintragen müssen. Erst wenn auch diese Hürde übersprungen ist, kommt es zum eigentlichen Volksentscheid.

Den Initiatoren geht es vor allem darum, in ganz Bayern einen Biotopnetzverbund zu schaffen und das Ausbringen von Pestiziden einzudämmen, um nicht nur den Bienen, Schmetterlingen und Vögeln, sondern dem gesamten Artenreichtum bessere Überlebenschancen zu verschaffen. An den Gewässern sollen Uferrandstreifen verpflichtend geschützt werden. In mehreren Artikeln soll das Naturschutzgesetz so verbessert werden, dass die Lebensgrundlagen gesichert werden und damit den gefährdeten Arten geholfen wird. In der landwirtschaftlichen Ausbildung sollen die Gründe des dramatischen Artenschwunds der letzten Jahrzehnte zum Lehrinhalt gemacht werden. Auch für den Ausbau der biologischen Landwirtschaft soll es gesetzlich festgelegte Ziele geben. Großen Wert legen die Initiatoren darauf, „dass es sich nicht um eine Initiative gegen die Landwirtschaft handelt. Die bäuerlich arbeitenden Familienbetriebe sind vielmehr die Leidtragenden einer verfehlten Agrarpolitik, die sie in ein System des „Wachsen oder Weichen“ drängt und zu einen gigantischen Höfesterben geführt hat“, Alois Erber.

Bildunterschrift:

 

Mit Unterschriftenstand und „Bienen-Rettungsmobil“ war die ÖDP im Landkreis erfolgreich unterwegs – wie im September in Pfarrkirchen (von links): Michael Schöffberger, ÖDP-Bezirksrat Urban Mangold, ÖDP-Kreisrat Sepp Rettenbeck und ÖDP-Kreisvorsitzender Alois Erber.


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