Antrag: Der Landkreis Rottal-Inn führt in seinen Einrichtungen (Rottal -Inn-Kliniken und Schulen) die Verpflegung von biologisch erzeugten Lebensmitteln aus der Region ein

Herrn Landrat Michael Fahmüller
11.12.18
Sehr geehrter Herr Landrat,
im Namen der ÖDP-Fraktion bitte ich Sie folgenden Antrag dem Kreistag zu seiner nächsten Sitzung zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen:
Antrag: Der Landkreis Rottal-Inn führt in seinen Einrichtungen (Rottal -Inn-Kliniken und Schulen) die Verpflegung von  biologisch erzeugten Lebensmitteln aus der Region ein. Das Ziel ist es, in spätestens 10 Jahren nahezu das komplette Lebensmittelangebot auf biologisch erzeugte Lebensmittel aus der Region umzustellen. Außerdem wird bei der Projektbeschreibung für die Bewerbung zur Ökomodellregion Rottal-Inn dieses Ziel mitaufgenommen und als Projekt ausgearbeitet.
Begründung:
Der Wettbewerb  „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“ soll laut Bayerischem Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten“  „die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen“.  Zugleich soll am Ende der Bewerbungsphase ein Bewerbungskonzept eingereicht werden, „das die Entwicklungs- und Projektansätze zur Förderung des ökologischen Landbaus in der Region sowie des Einsatzes heimischer Öko-Lebensmittel beschreibt“.
Immer wieder wird – völlig zu Recht – von Politik und Vertretern der Landwirtschaft (so beispielsweise die des Bayerischen Bauernverbandes) darauf hingewiesen, dass die Produktion von Bio-Lebensmitteln in der Region auch deshalb an ihre Grenzen stoße, weil es oft an Vermarktungswegen bzw. Nachfrage fehle. Auch bei der Diskussion über den Antrag zur Öko-Modellregion im Kreisausschuss vom 11.07.18 hat die ehemalige Kreisbäuerin und Kreisrätin Maria Maierhofer darauf aufmerksam gemacht.
Die Förderung des ökologischen Landbaus in der Region und der Einsatz heimischer Lebensmittel in der Region ist deshalb am besten dadurch zu erreichen, dass der Landkreis selber als Nachfrager nach Ökoprodukten aus der Region auftritt. Zugleich sollen die Gemeinden ermuntert werden, im Rahmen ihrer Möglichkeiten ebenfalls Lebensmittel aus heimischem Ökoanbau nachzufragen. Diese Strategie stellt auch eine Chance für viele landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis dar: Die einseitige Ausrichtung der landwirtschaftlichen Erzeugung und Vermarktung nach dem Weltmarkt bedeutet für viele Bäuerinnen und Bauern in der Region aufgrund der relativ kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betriebe oftmals unlösbare Probleme. Bio-Lebensmittel aus der Region für die Region wäre für etliche Betriebe eine sinnstiftende, wirtschaftliche und nachhaltige Alternative. Es wäre gut und angebracht, dass hier der Landkreis mit gutem Beispiel vorangeht – unabhängig davon, ob der Bewerbungsprozess zu einer erfolgreichen Auswahl führt oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen


Sepp Rettenbeck, im Namen der ÖDP-Fraktion           
                     


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