Weiter so mit der Zerstörung unserer Kulturlandschaft? Ein Appell zur Umkehr!

09.10.2019
19:30 - 22:00 Uhr
Pfarrkirchen, Gasthaus Schachtl, Passauer Str. 28

Der Zweite Weltkrieg hat in der bayerischen Kulturlandschaft außerhalb der größeren Städte kaum Schaden angerichtet. Ganz im Gegensatz dazu steht die Entwicklung nach 1960 und, nochmals verstärkt, nach 1990: Ein horrender Flächenfraß ist die Folge fortwährender Neu - Inanspruchnahme von Freiland für Wohnen, Infrastruktur, Handel und Gewerbe. In Bayern wurden im Jahr 2015 täglich 13,1 Hektar, pro Jahr 48 Quadratkilometer in Siedlungs- und Verkehrsfläche umgewandelt. Konjunktur, Standortkonkurrenz, die Nachfrage von Ortsrandlagen vor allem auch seitens Handel und Gewerbe und der Wunsch nach mehr individueller Wohnfläche geben den Ausschlag.

Die Schönheit unseres Lebensraums und der verantwortungsbewusste Umgang mit der Schöpfung spielen in diesem Zusammenhang eine viel zu geringe Rolle. Unter den Bewohnern unseres Landes, den Tieren und den Pflanzen, hat die Art und Weise, wie wir den Boden ausbeuten, der Vielfalt geschadet, die Siedlungen der Menschen verlieren ihre Vitalität werden immer gesichtsloser und geschichtsloser. Eine Umkehr auf allen Ebenen ist dringend nötig.

Prof. Dr. Egon Johannes Greipl, 1999-2013 Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, seit 2014 Mitglied des Stadtrates von Passau (ÖDP), stellt seine Analyse vor und geht der Frage nach, wo die notwendige Umkehr ansetzen könnte.   Veranstalter ist das Rott-Inntaler Aktionsbündnis „Flächenfraß stoppen“(BN Kreisgruppe Rottal-Inn, ÖDP Kreisgruppe Rottal-Inn, Kreisgruppe Bündnis 90 /Die Grünen ) und die Katholische Erwachsenenbildung Rottal-Inn- Salzach. Der Eintritt ist frei.

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