Bio-Lebensmittel in Landkreiseinrichtungen

Teilerfolg für ÖDP-Kreisräte, Bio-Lebensmittel aus der Region für Kliniken und Schulen – Antrag an den Kreistag

Rottal-Inn.  Die ÖDP-Kreistagsfraktion möchte im Landkreis die Nachfrage nach biologisch erzeugten Lebensmitteln aus der Region ankurbeln: So soll der Landkreis Rottal-Inn in seinen Einrichtungen die Verpflegung von  biologisch erzeugten Lebensmitteln aus der Region einführen. Einen entsprechenden Antrag zur Kreistagssitzung im Dezember hatten die ÖDP-Kreisräte dafür eingereicht und wollten erreichen, dass in spätestens 10 Jahren nahezu das komplette Lebensmittelangebot in Landkreisschulen und Kreiskliniken auf biologisch erzeugte Lebensmittel aus der Region umgestellt wird. Auch wenn die ÖDP-Kreisräte ihre Forderungen nicht ganz umsetzen konnten, so hat der Kreistag jetzt beschlossen, im Rahmen der Ökomodellregion ein Konzept erarbeiten zu lassen, um Schritt für Schritt in öffentlichen Einrichtungen im Landkreis die Verwendung von biologisch erzeugten Lebensmitteln voranzutreiben.
Ihren Antrag hatten die ÖDP-Kreisräte auch damit begründet, dass völlig zu Recht von Politik und Vertretern der Landwirtschaft auf die Grenzen der Produktion von Bio-Lebensmitteln in der Region hingewiesen werde, weil es oft an Vermarktungswegen bzw. Nachfrage fehle.
Gerade deshalb sei die Förderung des ökologischen Landbaus in der Region und der Einsatz heimischer Lebensmittel in der Region nach Auffassung der ÖDP-Kreisräte am besten dadurch zu erreichen, dass der Landkreis selber als Nachfrager nach Ökoprodukten aus der Region auftrete. Diese Strategie stelle auch eine Chance für viele landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis dar: „Die einseitige Ausrichtung der landwirtschaftlichen Erzeugung und Vermarktung nach dem Weltmarkt bedeutet für viele Bäuerinnen und Bauern in der Region aufgrund der relativ kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betriebe oftmals unlösbare Probleme. Bio-Lebensmittel aus der Region für die Region wäre für etliche Betriebe eine sinnstiftende, wirtschaftliche und nachhaltige Alternative“ so ÖDP-Fraktionsvorsitzender Sepp Rettenbeck.
In ihrer Antragsbegründung verweisen die ÖDP-Kreisräte auch auf Aussagen des bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zum Wettbewerb „Staatlich anerkannte Öko-Modellregionen“. Anfang August hat ja der Kreistag einstimmig beschlossen, dafür einen Antrag zu stellen und hat dabei auch die erste Hürde gemeistert. So soll laut Aussagen des bayerischen Ministeriums die Teilnahme am Wettbewerb „die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität voranbringen“.  Zugleich solle am Ende der Bewerbungsphase ein Bewerbungskonzept eingereicht werden, „das die Entwicklungs- und Projektansätze zur Förderung des ökologischen Landbaus in der Region sowie des Einsatzes heimischer Öko-Lebensmittel beschreibt“. Deshalb soll der Landkreis bei der Projektbeschreibung auch das Ziel des ÖDP-Antrages mit aufnehmen: „Es wäre gut und angebracht, dass hier der Landkreis mit gutem Beispiel vorangeht – unabhängig davon, ob der Bewerbungsprozess zu einer erfolgreichen Auswahl führt oder nicht“ so Sepp Rettenbeck abschließend in der Antragsbegründung im Namen der ÖDP-Kreistagsfraktion.


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