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"Regional und Bio nicht gegenseitig ausspielen"

Chance für Landwirtschaftsbetriebe in der Region

Rottal-Inn.  Ökologisch erzeugte Lebensmittel bzw. regionale Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft: Was soll wie gefördert und in Landkreiseinrichtungen angeboten werden? Die ÖDP-Kreistagsfraktion unterbreitet Landrat Michael Fahmüller und den im Kreistag vertretenen Kreistagsfraktionen nun einen Vorschlag: Mit zwei Anträgen sollen sowohl Biolebensmittel möglichst aus der Region und regionale Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft gefördert und angeboten werden!

Rückschau: Zuletzt gab es bei der Sitzung des Kreistages vom 17.02.20 drei Anträge um die Verwendung von biologisch bzw. regional erzeugten Lebensmitteln in den Einrichtungen des Landkreises zu fördern: von der Landkreisverwaltung, der Fraktion Die Grünen und der ÖDP-Kreistagsfraktion. Alle drei Anträge wurden zurückgestellt, weil keine Einigung dahingehend in Sicht war, inwieweit biologisch erzeugte Lebensmittel auf der einen Seite bzw. regional aber konventionell erzeugte  Lebensmittel auf der anderen Seite gefördert werden sollen.

„Weil es ein großer Fehler wäre, Regional gegen Bio auszuspielen, haben wir uns entschlossen, zwei Anträge vorzuschlagen, um zu verdeutlichen, dass wir gemeinsam beides fördern wollen“ schreibt ÖDP-Fraktionsvorsitzender Sepp Rettenbeck an die  Fraktionsvorsitzenden und Landrat Michael Fahmüller und unterbreitet folgende zwei Vorschläge: 

1. Aufbauend auf den Beschluss vom 10.12.18 setzt sich der Landkreis das Ziel, bis Anfang 2026 in den Einrichtungen in seiner Trägerschaft (Rottal-Inn-Kliniken KU, Theater an der Rott, weiterführende Schulen, Veranstaltungen des Landkreises) einen Warenanteil von mindestens 30 % aus biologischer Erzeugung anzubieten. Dabei ist darauf zu achten, dass so weit wie möglich die Produkte in der Region erzeugt werden.

2. Der Landkreis setzt sich das Ziel, bis Anfang 2026 in den Einrichtungen in seiner Trägerschaft (Rottal-Inn-Kliniken KU, Theater an der Rott, weiterführende Schulen, Veranstaltungen des Landkreises) vom konventionellen Warenangebot (also 70 % des gesamten Lebensmittelangebotes) mindestens 50 % aus regionaler Erzeugung anzubieten. Damit wären 65 % vom gesamten Lebensmittelangebot in den Einrichtungen des Landkreises aus regionaler oder biologischer Erzeugung.

Sowohl Bio-Lebensmittel aus der Region für die Region als auch konventionelle Lebensmittel aus der Region für die Region wären nach Auffassung der Kreisräte von ÖDP/Parteifreie Bürger für etliche landwirtschaftliche Betriebe eine sinnstiftende, wirtschaftliche und nachhaltige Alternative: „Die einseitige Ausrichtung der landwirtschaftlichen Erzeugung und Vermarktung nach den Gesetzen des Weltmarktes bedeutet gerade für viele Bäuerinnen und Bauern in unserem Landkreis aufgrund der relativ kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betriebe oft unlösbare Probleme. Gerade das aktuell geplante Mercosur-Abkommen mit den südamerikanischen Staaten könnte wieder für einige Betriebe in unserer Region der Sargnagel sein“ heißt es in dem Schreiben von Fraktionsvorsitzendem Sepp Rettenbeck.

Außerdem habe der Kreistag  mit seiner einstimmig beschlossenen Bewerbung zum Wettbewerb zur Ökomodellregion bereits hinreichend seinen Willen bekundet, biologisch erzeugte Lebensmittel im Angebot und vor allem die Nachfrage zu fördern. Zusätzlich gebe es einen einstimmigen Beschluss des Kreistages vom 10.12.2018 an die Landkreisverwaltung, in Zusammenarbeit mit den relevanten Stellen ein Konzept zu erarbeiten, um Schritt für Schritt in öffentlichen Einrichtungen des Landkreises die Verwendung von biologisch erzeugten Lebensmitteln aus der Region voranzutreiben.  Nachdem seit diesem Beschluss bereits eineinhalb Jahre vergangen sind appellieren die Kreisräte von ÖDP und Parteifreien Bürgern: „Tun wir deshalb das, was wir tun können – und tun wir es jetzt möglichst bald: Fördern wir regionale konventionelle Lebensmittel und fördern wir biologisch erzeugte Lebensmittel in den Einrichtungen des Landkreises!“


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