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Pressemitteilung

Energieversorgung in öffentliche Hand, Bürokratieabbau und Bürgerservice-Zentrum

Regionalwerkmanager soll kommen - Pressesprecher reduzieren

Die Kreistagskandidaten (v.l.n.r.) Gerhard, Schmid, Albert Madl, Gerhard Vilsmaier, Christian Iro, Josef Lirsch, Petra Malkoc, Helmut Niß, Rainer Hausladen, Alois Erber und Benno Seidl mit Landratskandidat Sepp Rettenbeck

Mitterskirchen. „Wir haben so manchen Staub aufgewirbelt, wir haben aber vor allem Spuren hinterlassen“ so Landratskandidat Sepp Rettenbeck bei einer Wahlversammlung im Gasthaus Rothneichner. Als Belege führte der Kandidat von ÖDP/Parteifreie Bürger „zahlreiche Initiativen und Anträge“ seiner Kreistagsarbeit auf. Von der Umstellung der Heizung am Landratsamt von Gas auf Hackschnitzel vor schon 15 Jahren, der Einführung der Jugendsozialarbeit an Schulen, der Verhinderung von millionenschweren Sonder-Boni-Zahlungen an die ehemaligen Vorstände der Rottal-Inn-Kliniken, dem Bau einer Hospizeinrichtung, die Anerkennung des Landkreises als Ökomodellregion, den Erhalt von Erwagus bis hin zum Erhalt der Rottal-Inn-Kliniken in kommunaler Hand.

Vor allem aber widmete sich Sepp Rettenbeck seinen Zielen und Initiativen, die er in den nächsten sechs Jahren als Landrat ergreifen wolle. So sollen in Zukunft Wertschätzung und Vertrauen statt Kontrolle die Maxime in der Personalführung am Landratsamt sein. Und für die Bürgerinnen und Bürger möchte er ein Bürgerservice-Zentrum als erste Anlaufstelle im Eingangsbereich etablieren, in dem viele Anliegen gleich bearbeitet bzw. weitergeleitet werden.

Eine noch größere Rolle werde in Zukunft die medizinische Versorgung und Pflege spielen. An den Rottal-Inn-Kliniken sollen Qualität und Menschlichkeit weiter gestärkt werden. Allerdings müsse in Zukunft der Bund und der Freistaat „endlich seinen gesetzlichen Verpflichtungen nach einer auskömmlichen Finanzierung der Kliniken nachkommen, auch die bayerische Staatsregierung aus CSU/FW“ so der Landratskandidat wörtlich.  Im Zusammenhang mit dem Bau der Berufsschule und dem Bauhof würden den Kreisfinanzen „schwere Zeiten bevorstehen“. So werde sich die Verschuldung innerhalb von vier Jahren von 15 Mio. Euro auf 150 Mio. Euro verzehnfachen, ebenso die Zinszahlungen von 0,5 Mio. auf 5 Mio. Euro. Gut und richtig findet Sepp Rettenbeck, dass es Einsparungen beim sog. alten Verwaltungshaushalt gebe, jedoch bedauerte der Landratskandidat, dass bei der Sanierung des Theaters an der Rott die Einsparvorschläge von ÖDP/Parteifreie Bürger keine Mehrheit gefunden habe.

Um beim Bürokratieabbau voranzukommen, solle sich der Landkreis nicht nur als Modellregion für Bürokratieabbau bewerben, sondern Sepp Rettenbeck will auch bei der Wirtschaftsförderung am Landratsamt einen Ansprechpartner für Firmen für überflüssige Bürokratieauflagen installieren. Zusammen mit den jeweils zuständigen Abgeordneten soll dann auf eine Gesetzesänderung hingewirkt werden.

Die Versorgung der Bevölkerung mit Strom sei nach der Bayerischen Verfassung genauso eine gemeinwohlorientierte, kommunale Aufgabe wie die Versorgung mit Wasser: „Da müssen wir auch wieder hinkommen“ forderte Rettenbeck und will in diesem Zusammenhang die Stelle eines Regionalwerkmanagers schaffen, dafür jedoch die Zahl der Pressesprecher reduzieren: „Wir brauchen Angestellte, die für den Landkreis und nicht für den Landrat arbeiten“.

Beim Thema Infrastruktur „wollen und brauchen die Bürgerinnen und Bürger einen Zeitplan, sowohl für eine rasche Elektrifizierung der Bahnlinie von München über Mühldorf nach Simbach als auch für einem raschen Lückenschluss der A 94 bei Simbach“. Auch ein verbessertes ÖPNV-Angebot sprach der Landratskandidat von ÖDP/Parteifreie Bürger an, hier sei nach einem Beschluss des Kreisausschusses die Verwaltung am Zug, entsprechende Vorschläge für die Kreisgremien zu erarbeiten. Auch die Ehrenamtskarte solle aufgewertet und gestärkt werden.

Und auch mehr Transparenz und Bürgernähe will Sepp Rettenbeck schaffen. So kündigte er an, als Landrat die Bekanntgabe nichtöffentlicher Beschlüsse als festen Bestandteil einzuführen und als Landrat will er bei den Bürgerversammlungen der Gemeinden und Städte teilnehmen und gerne auch Rede und Antwort stehen.

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