Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

ÖDP:Landkreis soll Ökomodellregion werden

Gewinn für Landwirte und Landkreis - Aussagekräftiges Bewerbungskonzept notwendig

Rottal-Inn.  Wenn es nach dem Willen der ÖDP-Kreistagsfraktion geht, soll der Landkreis eine Ökomodellregion in Bayern werden. Mit einem Antrag an die Kreisgremien stellen sie deshalb den Antrag, sich am neuen Wettbewerb zur staatlich anerkannten Ökomodellregion 2022/23 zu bewerben.

Die aktuelle Ausschreibung findet mittlerweile schon zum vierten Mal in Bayern statt. Auch der Landkreis Rottal-Inn hatte sich schon 2018 einmal beworben – „leider ist damals jedoch der Antrag gescheitert“ worauf auch die ÖDP-Kreisräte in ihrem aktuellen Antrag erinnern. Für die ÖDP-Kreisräte jedoch kein Grund, aufzugeben, sondern es stattdessen besser als 2018 zu machen.

Außerdem habe der Öko-Landbau in der Zwischenzeit „weiter an Fahrt aufgenommen – die Biobetriebe sind auch in unserem Landkreis mehr geworden“ schreibt die ÖDP-Fraktion in der Antragsbegründung. Mit einer Bewerbung des Landkreises gelte es einerseits die bereits vorhandenen Ökobetriebe zu stärken und andererseits die Chance zu nutzen, und andererseits ‚zukunftsfähige Projekte zum Ausbau des ökologischen Landbaus und der Verarbeitung und Vermarktung von regionalen Bioprodukten in ihren Kommunen umzusetzen und gleichzeitig das ökologische Bewusstsein von Bevölkerung und politisch verantwortlichen Gremien in den ländlichen Räumen zu stärken‘ wie es das bayerische Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in ihrer Ausschreibung hervorhebt. Diese Chance gelte es nach Ansicht der ÖDP-Kreisräte mit aller Kraft zu nutzen, um möglichst vielen landwirtschaftlichen Betrieben eine Zukunftsperspektive zu geben. „Durch die starke Betonung auf Stärkung der Vermarktungswege und Nachfrage nach Ökolebensmitteln sehen wir in diesem Programm einen echten Gewinn nicht nur für die bäuerlichen landwirtschaftlichen Betriebe, sondern auch einen echten Imagegewinn für den ländlichen Landkreis Rottal-Inn“ betont ÖDP-Fraktionsvorsitzender Sepp Rettenbeck. Denn gerade die Politik des Wachsens oder Weichens habe auch in unserm Landkreis „erhebliche Spuren hinterlassen“ und die einseitige Ausrichtung der landwirtschaftlichen Erzeugung und Vermarktung nach dem Weltmarkt würden für viele Bäuerinnen und Bauern aus unserem Landkreis „oftmals unlösbare Probleme darstellen“.

Und damit diesmal die Bewerbung auch erfolgreich sein kann, fordert die ÖDP-Fraktion in ihrem Antrag auch ein aussagekräftiges Bewerbungskonzept zu erstellen. Dieses soll eine Ausgangslage mit Stärken-Schwächen-Analyse enthalten, konkrete Projekte zum Aufbau und Ausbau von regionalen Biowertschöpfungsketten benennen, eine Bewusstseinsbildung/Bildung zu regionalen Bio-Lebensmitteln enthalten, die Rolle der Kommunen (eigene Projekte und Einbindung in die Öko-Modellregionen-Managements) beschreiben und auch eine entsprechende Kommunikationsstrategie aufzeigen.

Zurück